28. September 2026
Geschafft: Weltrekord in Dauerreanimation
Die letzten Sekunden wurden gemeinsam heruntergezählt – dann war es geschafft. Um Mitternacht stellte das Franziskus Hospital den Weltrekord in der Dauerreanimation auf. Sieben Tage und sieben Nächte lang – insgesamt 168 Stunden – wurde ohne Unterbrechung reanimiert.
Und dann brachen in der Eingangshalle alle Dämme: Konfettikanonen knallten, Freudentränen flossen, das Team lag sich in den Armen und zahlreiche Unterstützer jubelten. Nach einer Woche voller Einsatz, Konzentration und Durchhaltevermögen herrschte eine ausgelassene, fröhliche und zugleich tief bewegende Atmosphäre – geprägt von Erleichterung, Dankbarkeit und großem Stolz auf das gemeinsam Erreichte. Lisa Nowakowski, Jurorin des Rekord-Instituts Deutschland, bestätigte den Weltrekord vor Ort und überreichte die Rekord-Urkunde.
Dabei stand neben Initiator Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer eine weitere Ärztin im Fokus: Isolde Forst-Ettler hat vor sieben Tagen den Start an der Reanimationspuppe gemacht. Und sie ist es auch, die unter großem Applaus die letzte Herzdruckmassage kurz vor Mitternacht übernahm. Mit großem persönlichem Einsatz und medizinischer Erfahrung war sie eine wichtige Stütze an der Seite von Prof. Rahe-Meyer, der als erstes das Wort ergriff: „Es war eine unglaubliche Zeit mit tollen Begegnungen und Teamspirit – alle haben für die Sache gebrannt. Es ist eine unvergessliche Woche in meinem Leben: Wir alle sind Weltmeister im Leben retten.“
Rund um die Uhr wechselten sich in der „Woche der Wiederbelebung“ Schulklassen, Mitarbeitende, Rettungskräfte, Vereine, Politiker, Sportler, Polizisten sowie zahlreiche freiwillige Helfer an der Reanimationspuppe ab. Besonders die Schüler prägten die Aktion. Nach einer kurzen Schulung übernahmen sie selbst die Herzdruckmassage und wurden damit unmittelbar Teil des Weltrekords. Sie erlebten, dass sie im Notfall tatsächlich helfen können – und dass Wiederbelebung keine abstrakte Theorie ist, sondern eine konkrete Tätigkeit, die Leben retten kann.
Ein besonderer Dank gilt dem Initiator des Weltrekordversuchs und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Franziskus Hospital, Prof. Rahe-Meyer. Er verbrachte die gesamte Woche im Hospital, schlief nur wenig und begleitete die Aktion rund um die Uhr. Mit viel Herzblut koordinierte, unterstützte, motivierte er und war jederzeit zur Stelle. „Ohne Prof. Rahe-Meyer wäre dieser Weltrekord nicht möglich gewesen. Er war mit unglaublicher Energie dabei, Tag und Nacht. Dieser Erfolg trägt ganz klar seine Handschrift. Dafür sagen wir von Herzen Danke!“, betont Geschäftsführer Matthias Bitter. Sein Engagement, seine Beharrlichkeit und seine Begeisterung hätten Menschen zusammengebracht und entscheidend dazu beigetragen, dass die Reanimation sieben Tage und sieben Nächte ohne Unterbrechung fortgeführt werden konnte.
„Dieser Weltrekord ist weit mehr als eine außergewöhnliche Leistung. Er zeigt, wie wichtig es ist, dass Menschen die Wiederbelebung kennen und im Notfall handeln können“, betont Prof. Rahe-Meyer. „Die vielen Schüler, die in dieser Woche mitgemacht haben, nehmen eine wichtige Erfahrung mit: Sie können helfen. Jede Herzdruckmassage zählt.“
Der Weltrekord konnte nur durch das starke Engagement zahlreicher Unterstützer gelingen. Mehr als 6.000 Menschen kamen zur Reanimation ins Franziskus Hospital – aus Bielefeld, Ostwestfalen und darüber hinaus. Die Resonanz war überwältigend. „Was hier in der Eingangshalle in den vergangenen sieben Tagen entstanden ist, war eine außergewöhnliche Gemeinschaft. Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben gemeinsam gedrückt, angefeuert und Verantwortung übernommen. Dafür danken wir allen von Herzen“, fügt Krankenhausdirektor Philipp Herzog hinzu. Jede und jeder Einzelne, der mitgemacht, unterstützt, informiert oder die Aktion weitergetragen hat, ist Teil dieses Weltrekords.
