23. September 2026
Sieben Tage, sieben Nächte, ein gemeinsames Ziel

Weltrekordversuch zur Wiederbelebung im Franziskus Hospital: NRW-Schulministerin Dorothee Feller und Bielefelds Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer besuchen als Schirmherrinnen die Aktion
Die „Woche der Wiederbelebung“ im Franziskus Hospital Bielefeld ist ein voller Erfolg. Seit dem Start am Montag um Mitternacht wird eine Reanimationspuppe ohne Unterbrechung wiederbelebt. Sieben Tage und sieben Nächte – insgesamt 168 Stunden – soll die Dauerreanimation laufen. Am dritten Tag ist die Begeisterung ungebrochen: In der Eingangshalle herrscht eine besondere Atmosphäre, geprägt von Teamgeist, Engagement und dem gemeinsamen Ziel, möglichst viele Menschen für die Laienreanimation zu sensibilisieren.
Ein besonderer Schwerpunkt der Aktion liegt auf den teilnehmenden Schulklassen. Nach einer kurzen Einführung lernen die Schüler die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung kennen: Prüfen, Rufen, Drücken. Anschließend setzen sie das Erlernte direkt praktisch um und übernehmen selbst die Herzdruckmassage an der Reanimationspuppe im Weltrekordversuch.
„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Konzentration, Mut und Begeisterung die Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind“, betont Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Franziskus Hospital und Initiator des Weltrekordversuchs. „Viele erleben zum ersten Mal, dass sie selbst aktiv helfen können. Genau darum geht es: Hemmschwellen abzubauen und Sicherheit für den Notfall zu vermitteln.“
Auch NRW-Schulministerin Dorothee Feller und Dr. Christiana Bauer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld, besuchten am Mittwoch die Aktion im Franziskus Hospital. Beide Schirmherrinnen informierten sich über den Ablauf, kamen mit den beteiligten Schülern ins Gespräch und unterstützten den Weltrekordversuch vor Ort. „Unsere Schulen bereiten auf das echte Leben vor und damit auch auf Situationen, in denen schnelles und entschlossenes Handeln zählt. Nach dem Prinzip ‚Prüfen, Rufen, Drücken‘ machen wir unsere Schülerinnen und Schüler deshalb fit für den Notfall. Es ist richtig, dass wir zusammen ein Bewusstsein für dieses wichtige Thema schaffen. Der Weltrekordversuch zeigt in besonderer Weise, wie Reanimationsschulungen an Schulen konkret gelebt und in den Alltag integriert werden können“, erklärt Schulministerin Dorothee Feller.
Auch Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer unterstreicht als Schirmherrin die Bedeutung der Aktion. Als Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld unterstützt sie das gemeinsame Engagement von Schulen, Stadt, Klinik, Rettungsdiensten und weiteren Partnern. Die Aktion mache sichtbar, dass Wiederbelebung eine Aufgabe sei, die die gesamte Gesellschaft betreffe und bei der jeder Mensch einen wichtigen Beitrag leisten könne.
„Die Stimmung in unserer Eingangshalle ist großartig. Schüler, Mitarbeitende, Rettungskräfte, Unterstützer und Besucher tragen diese Aktion gemeinsam. Besonders freut uns, dass so viele junge Menschen erleben, dass sie im Notfall tatsächlich etwas bewirken können. Jede Herzdruckmassage zählt – und jeder kann zum Lebensretter werden“, zeigt sich Geschäftsführer Matthias Bitter zufrieden.
Der Weltrekordversuch läuft rund um die Uhr weiter. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Teil der Aktion zu werden. Wer mitmachen möchte, kann einfach ins Franziskus Hospital kommen, sich kurz anleiten lassen und anschließend selbst an der Reanimationspuppe aktiv werden. Die Aktion kann zudem über einen Livestream verfolgt werden: https://www.franziskus.de/fr/