24. Juli 2026
Von Ostwestfalen in die Welt: Exotische Ziele, sichere Reise
Mit Beginn der Sommerferien steigt die Reiselust – und damit auch der ärztliche Beratungsbedarf. Die tropenmedizinische Praxis von Dr. Luise Prüfer-Krämer, Dagmar Lohrmann und Dr. Celina Albanus berät und versorgt seit über 25 Jahren Menschen vor und nach Fernreisen. Seit 2024 ist die Praxis an das Franziskus Hospital angegliedert und versorgt Patienten aus einem großen Einzugsgebiet, das sich von Ostwestfalen über Münster und Hannover bis hin zu bundesweiten Anfragen erstreckt.
Tropenmedizinische Praxis am Franziskus Hospital berät Reisende
„Wir sind keine typische Hausarztpraxis, sondern eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um Fernreisen und tropische Erkrankungen“, erklärt Dr. Luise Prüfer-Krämer von der Praxis für Allgemeine- und Innere Medizin, Tropenmedizin, Infektiologie und Arbeitsmedizin. „Unser Team kümmert sich um die etwas kniffligeren und exotischen Fälle – von seltenen Infektionen bis hin zu unklaren Beschwerden nach längeren Auslandsaufenthalten.“
Das MVZ am Franziskus Hospital ist eine ausgewiesene Spezialpraxis: Im Mittelpunkt stehen Prävention vor der Reise, die sogenannte Rückkehrermedizin nach Fernreisen sowie besonders seltene und komplexe Krankheitsbilder. Immer wieder werden parasitäre Infektionen und andere exotische Erkrankungen diagnostiziert. Das Spektrum der Reisenden, die die Praxis aufsuchen, ist breit: Neben klassischen Touristen mit Fernreiseplänen werden zahlreiche Geschäftsreisende betreut, die häufig in tropische und subtropische Länder fliegen, sowie Menschen mit Migrationsgeschichte, etwa afrikanische Familien, die regelmäßig in ihre Herkunftsländer reisen und dafür eine besonders sorgfältige reisemedizinische Begleitung benötigen.
Ein besonderer Schwerpunkt ist die Gelbfieberimpfung für Reisen in entsprechende Risikogebiete in Afrika und Südamerika. Viele Länder verlangen bei der Einreise einen gültigen Nachweis dieser Impfung. „Wer ohne richtige Vorbereitung in Gelbfieber- oder Malariagebiete reist, setzt sich vermeidbaren Risiken aus“, warnt die erfahrene Tropenmedizinerin. „Eine gut geplante Impfstrategie und eine individuelle Malariaprophylaxe sind ein wichtiger Teil der Reisevorbereitung – genauso selbstverständlich wie das Buchen von Flug und Unterkunft.“ Optimaler Weise lässt man sich drei Monate vor Reisebeginn beraten, sodass noch ausreichend Zeit für die benötigten Impfungen bleibt. Zur Prävention gehört zudem eine ausführliche Beratung zu Trinkwasser- und Lebensmittelsicherheit, zu Mücken- und Insektenschutz sowie zur individuell zugeschnittenen Reiseapotheke.
Neben der Vorbereitung auf die Reise ist die Versorgung von Rückkehrern ein zentrales Arbeitsfeld. Das trifft auf Privatpersonen gleichermaßen zu wie auf Geschäftsreisende. Das Bielefelder Team mit Dagmar Lohrmann und Dr. Celina Albanus in der Praxis für Tropenmedizin klären Beschwerden wie Fieber, Durchfall, Hautveränderungen oder unklare Erschöpfung nach einem Aufenthalt in tropischen und subtropischen Regionen ab. Gerade hier zeigt sich der Nutzen der Spezialisierung. „Wir haben die Diagnostik und Erfahrung, um solche Infektionen gezielt zu suchen – und, falls nötig, in enger Zusammenarbeit mit dem Hospital zu behandeln.“ Bei schweren Verläufen, etwa bei Verdacht auf Malaria oder andere ernsthafte tropenmedizinische Infektionen, profitieren die Patienten von der Anbindung an das Franziskus Hospital. Die räumliche und organisatorische Nähe zum Krankenhaus ermöglicht eine rasche stationäre Aufnahme, umfassende Diagnostik und interdisziplinäre Behandlung. „Gerade bei Malaria zählt oft jede Stunde – die Kombination aus spezialisierter Praxis und Krankenhausdiagnostik bietet hier ein hohes Maß an Sicherheit“, betont Dr. Luise Prüfer-Krämer.
Ein weiterer Trend der vergangenen Jahre ist, dass immer mehr ältere Menschen Fernreisen unternehmen. Viele Senioren erfüllen sich Reisewünsche, die sie lange aufgeschoben haben. „Hier ist es besonders wichtig, vorab die Reisefähigkeit zu prüfen, etwa bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder einer speziellen Dauermedikation“, appelliert die erfahrene Ärztin. Die Tropenmedizinerinnen beziehen diese Faktoren in ihre Empfehlungen mit ein und passen Reiseroute, Impfstrategie und gegebenenfalls Malariaprophylaxe an die individuelle gesundheitliche Situation an.
Die tropenmedizinische Praxis empfiehlt allen Fernreisenden, frühzeitig einen Beratungstermin zu vereinbaren. Ob als Tourist, Geschäftsreisende, Freiwillige in sozialen Projekten oder Studierende und Doktoranden mit längeren Auslandsaufenthalten: So können notwendige Impfungen rechtzeitig abgeschlossen, eine passende Malariaprophylaxe ausgewählt und bestehende Grunderkrankungen bei der Reiseplanung angemessen berücksichtigt werden. Informationen zur tropenmedizinischen Praxis am Franziskus Hospital finden Interessierte auf der Homepage der Tropenmedizin.