10. September 2026
Schirmherrschaft für Reanimations-Weltrekord: Schulministerin Dorothee Feller und Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer
In Nordrhein-Westfalen ist Laienreanimation ab diesem Schuljahr ab der 7. Jahrgangsstufe verpflichtender Unterrichtsinhalt – und Bielefeld setzt dafür ein sichtbares Zeichen: Mit einem über sieben Tage laufenden Weltrekordversuch in Dauerreanimation macht das Franziskus Hospital gemeinsam mit zahlreichen Partnern erlebbar, wie wichtig es ist, im Notfall richtig zu handeln. Die besondere Bedeutung des Projekts unterstreichen Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und NRW-Schulministerin Dorothee Feller, die gemeinsam die Schirmherrschaft übernehmen.
Vom 21. bis 27. September soll in der Eingangshalle des traditionsreichen „Klösterchens“ rund um die Uhr ohne Unterbrechung eine Herzdruckmassage an einer Reanimationspuppe durchgeführt werden. Der außergewöhnliche Weltrekordversuch findet im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ statt. Eine Livekamera überträgt und dokumentiert die durchgehende Laienreanimation rund um die Uhr, sodass Interessierte den Versuch jederzeit online verfolgen können. „Im Notfall zählt jede Sekunde. Deshalb müssen wir alle befähigt sein, ohne Hemmschwelle einfache lebensrettende Handgriffe anzuwenden – noch bevor der Rettungsdienst eintrifft“, betont Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Franziskus Hospital und Initiator des Weltrekordversuchs.
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern. Tagsüber werden Schulklassen im Franziskus Hospital angeleitet und aktiv in den Weltrekordversuch eingebunden. Damit begleitet das Krankenhaus einen wichtigen gesellschaftlichen Meilenstein: Ab diesem Schuljahr ist Wiederbelebung in ganz Nordrhein-Westfalen verpflichtender Bestandteil des Schulunterrichts. „Jugendliche frühzeitig an das Thema Reanimation heranzuführen, stärkt Handlungssicherheit und gesellschaftliche Verantwortung. Schulen leisten hier einen enorm wichtigen Beitrag“, so Prof. Rahe-Meyer. Schulministerin Dorothee Feller unterstreicht mit ihrer Schirmherrschaft die Bedeutung dieses Ansatzes: „Unsere Schulen bereiten auf das echte Leben vor und damit auch auf Situationen, in denen schnelles und entschlossenes Handeln zählt. Nach dem Prinzip ‚Prüfen, Rufen, Drücken‘ machen wir unsere Schülerinnen und Schüler deshalb fit für den Notfall. Es ist richtig, dass wir zusammen ein Bewusstsein für dieses wichtige Thema schaffen. Der Weltrekordversuch zeigt in besonderer Weise, wie Reanimationsschulungen an Schulen konkret gelebt und in den Alltag integriert werden können.“
Auch für die Stadt Bielefeld und die Region ist die Aktion von großer Bedeutung. Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer würdigt mit ihrer Schirmherrschaft das Engagement des Franziskus Hospitals und der beteiligten Partner für mehr Lebensrettungskompetenz in der Bevölkerung. Das Projekt mache sichtbar, wie sehr eine Stadtgesellschaft zusammenstehe, wenn es darum gehe, Leben zu retten und Verantwortung füreinander zu übernehmen. „Reanimation geht uns alle an. Jeder Mensch kann plötzlich in die Situation kommen, helfen zu müssen. Wiederbelebung ist einfach erlernbar und kann Leben retten“, betont die Oberbürgermeisterin.
Der Weltrekordversuch ist ausdrücklich nicht nur ein Projekt für medizinisches Fachpersonal, sondern lebt von der aktiven Teilnahme der Bevölkerung. Einzelpersonen, Familien, Vereine, Unternehmen, Initiativen und insbesondere Schulen aus Bielefeld und der gesamten Region sind eingeladen, selbst Hand anzulegen und Teil der durchgehenden Reanimation zu werden. „Jede und jeder kann Teil des Rekords werden“, appelliert Prof. Rahe-Meyer an die Öffentlichkeit.
Das Franziskus Hospital, Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und Schulministerin Dorothee Feller rufen dazu auf, sich anzumelden und aktiv mitzuwirken. Wer sich beteiligt, lernt nicht nur, im Ernstfall Leben zu retten, sondern wird zugleich Teil eines besonderen Rekordversuchs mit großer Strahlkraft für Bielefeld, die Region und ganz Nordrhein-Westfalen.
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