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15. Juli 2026

Jede Minute zählt: Laienreanimation im Fokus bei Rotarier-Treffen

Die Rotarier Bielefeld-Waldhof ließen sich von Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Franziskus Hospitals, in Laienreanimation schulen.
Die Rotarier Bielefeld-Waldhof ließen sich von Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Franziskus Hospitals, in Laienreanimation schulen.

Die Hände liegen übereinander auf dem Brustkorb der Trainingspuppe, die Ellenbogen sind durchgedrückt. „Tief drücken, nicht aufhören, im Rhythmus bleiben“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer den Teilnehmenden. Erst sind sie vorsichtig, dann entschlossener. Nach wenigen Sekunden wird spürbar: Reanimation ist anstrengend – und braucht Übung.

Genau darum ging es beim Rotary-Treffen in Bielefeld, bei dem die Teilnehmenden eine praxisnahe Schulung zur Laienreanimation erhielten. Unter fachlicher Anleitung durch Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt, Notarzt und Anästhesist aus Leidenschaft aus dem Franziskus Hospital, lernten sie, worauf es bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ankommt und wie wichtig es ist, im Ernstfall sofort zu handeln.

Im Mittelpunkt stand das praktische Üben an der Reanimationspuppe. Denn wer Herzdruckmassage bereits einmal selbst ausprobiert hat, kann Leben retten. Der Chefarzt zeigte Schritt für Schritt, was zu tun ist: Bewusstsein und Atmung prüfen, den Notruf absetzen, mit der Herzdruckmassage beginnen – und möglichst nicht zögern.
„Reanimation ist ein Thema, das uns alle betrifft. Jede und jeder kann plötzlich in die Situation kommen, helfen zu müssen oder auf Hilfe angewiesen zu sein. Entscheidend ist, überhaupt anzufangen“, betont Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und die Herzdruckmassage unter professioneller Anleitung zu trainieren.

Die Schulung machte deutlich: Ein paar Handgriffe können ein Leben retten. Gerade deshalb ist es wichtig, Hemmschwellen abzubauen und möglichst viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Passend dazu findet im September im Franziskus Hospital ein Weltrekordversuch zur Laienreanimation über sieben Tage rund um die Uhr statt: Ziel ist es, das Thema breit in die Öffentlichkeit zu tragen möglichst viele Menschen in Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen. Interessierte können sich online unter www.rekordmitherz-nrw.de anmelden und Teil des Weltrekordversuchs in Laienreanimation werden.