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21. Juli 2026

Alterstraumazentrum der KHO erfolgreich rezertifiziert

Qualitätsmanagerin Sabine Mersch (von links), Zentrumskoordinatorin Lea Heidemann, Geschäftsführer Matthias Bitter, Chefarzt Geriatrie Prof. Dr. Stephan Held, Zentrumskoordinatorin Vivian Schwager und Oberarzt Unfallchirurgie Dr. Jan Helge Lüttge.
Qualitätsmanagerin Sabine Mersch (von links), Zentrumskoordinatorin Lea Heidemann, Geschäftsführer Matthias Bitter, Chefarzt Geriatrie Prof. Dr. Stephan Held, Zentrumskoordinatorin Vivian Schwager und Oberarzt Unfallchirurgie Dr. Jan Helge Lüttge.

Ein unerwarteter Sturz, ein Knochenbruch – und plötzlich ist der Alltag älterer Menschen aus dem Gleichgewicht geraten: Die vertraute Wohnung wird zur Herausforderung, jeder Schritt zur Unsicherheit. Damit aus einem Unfall nicht der Verlust von Selbstständigkeit und Lebensqualität wird, baut die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) die Versorgung älterer Patienten nach Stürzen und Unfällen konsequent aus: Die Zertifizierung durch die DGU, Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie, bestätigt erneut die hohe Qualität der standortübergreifenden Zusammenarbeit von Unfallchirurgie, Orthopädie und Geriatrie an den drei Krankenhausstandorten Franziskus Hospital Bielefeld, Mathilden Hospital Herford und Vinzenz Hospital Rheda-Wiedenbrück.

Enge Zusammenarbeit von Unfallchirurgie, Orthopädie und Geriatrie stärkt Versorgung älterer Patienten

Ältere Menschen benötigen nach einem Unfall häufig eine besonders umfassende und individuell abgestimmte medizinische Versorgung. Ziel des Alterstraumazentrums ist es, Patienten mit traumatologischen Krankheitsbildern bestmöglich zu behandeln, ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen und ihnen die Rückkehr in ihr gewohntes Lebensumfeld zu ermöglichen. „Gerade bei älteren Patienten ist ein Knochenbruch oder eine andere Unfallverletzung selten ein isoliertes Ereignis“, erklärt Prof. Dr. med. Stephan Held, Chefarzt der Klinik für Geriatrie und Koordinator des Alterstraumazentrums. „Häufig bestehen weitere Erkrankungen, eine eingeschränkte Mobilität oder ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Deshalb ist es so wichtig, dass Unfallchirurgie, Orthopädie und Geriatrie von Anfang an eng zusammenarbeiten.“

Das Behandlungsspektrum des Zentrums reicht von der Notfalldiagnostik und Erstversorgung in der Zentralen Notaufnahme über die operative Behandlung bis hin zur geriatrisch-internistischen Betreuung von Begleit- und Grunderkrankungen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Frührehabilitation. Sie hat das Ziel, Mobilität, Alltagskompetenz und Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu verbessern. Verantwortlich für die Organisation und die medizinische Versorgung im Zentrum sind Prof. Dr. Stephan Held, Chefarzt der Geriatrie, sowie die Chefärzte der Unfallchirurgie und Orthopädie Dr. Klaus Küppers (Vinzenz Hospital), Prof. Dr. Michael Schnabel (Franziskus Hospital) und Thorsten Bollhöfener (Mathilden Hospital) sowie die Koordinatorinnen und Koordinatoren vor Ort.

„Mit der erfolgreichen Zertifizierung schaffen wir ein sichtbares Qualitätsversprechen für ältere Unfallpatienten“, ergänzt Geschäftsführer Matthias Bitter. „Die standortübergreifende Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um medizinische Kompetenz zu bündeln und Patienten genau die Behandlung zukommen zu lassen, die sie in dieser sensiblen Lebensphase benötigen. Das Audit war für uns keine formale Überprüfung, sondern eine wertvolle Bestätigung unserer interdisziplinären Arbeit.“