31. März 2026
Schüler werden Lebensretter

Leben retten kann man lernen – und zwar am besten schon in der Schule. Mit großem Engagement setzt sich die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen, kurz KHO, intensiv für die Ausbildung zur Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen ein.
Als Kooperationspartner des Ministeriums für Schule und Bildung unterstützt sie mit ihren sechs Hospitälern die Umsetzung der neuen landesweiten Vorgaben, nach denen Laienreanimation ab dem Schuljahr 2026/27 verbindlicher Bestandteil des Unterrichts in der Sekundarstufe I wird.
‚‚Die frühzeitige Ausbildung junger Menschen in der Laienreanimation ist aus medizinischer Sicht von unschätzbarem Wert‘‘, betont Prof. Dr. med. Dr. rer. nat Niels Rahe-Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin im Franziskus Hospital Bielefeld. ‚‚Wenn Schülerinnen und Schüler lernen, ohne Zögern eine Herzdruckmassage zu beginnen, steigen die Überlebenschancen im Ernstfall erheblich. Dieses Wissen kann im Alltag tatsächlich Leben retten.‘‘
Zur Umsetzung der neuen Vorgaben schulen Experten der KHO im Rahmen von sogenannten ‚‚Teach-the-Teacher‘‘- Fortbildungen Lehrkräfte aus der Region. „Unser Angebot wird von den Schulen dankend angenommen: In unserem Simulationszentrum können unter realistischen Bedingungen Notfallsituationen nachgestellt werden“, ergänzt Kai Bonberg, Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin im Elisabeth Hospital. An den Standorten Bielefeld und Gütersloh wird praxisnahes Wissen zur Laienreanimation vermittelt. Dabei werden die Lehrkräfte geschult, wie sie die Inhalte altersgerecht und motivierend an Schüler weitergeben. Vor Kurzem sind alle Kooperationspartner des Ministeriums für Schule und Bildung in Düsseldorf zusammengekommen, haben die neuen Strukturen besprochen und das gemeinsames Ziel der flächendeckenden Ausbildung in Laienreanimation definiert.
Weiterführende Schulen können sich bei Interesse an einem Fortbildungstermin an das Sekretariat der Anästhesie wenden: Tel. 05241/507-7510.