Unser Leistungsspektrum im Darmzentrum

Bei der Behandlung von Darmkrebs arbeiten unsere Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen. Über den Hausarzt erfolgt bei Beschwerden oder als Vorsorgemaßnahme die Überweisung zum niedergelassenen Facharzt, der die Darmspiegelung durchführt. Ergibt sich hierbei der Verdacht auf Darmkrebs, erfolgt die Überweisung zur Darmkrebssprechstunde in ein Krankenhaus. Beim Erstkontakt in der Darmkrebssprechstunde unserer Chirurgie werden die weiteren notwendigen Untersuchungen geplant. Nach sorgfältiger Diagnostik besprechen Internisten, Chirurgen und Onkologen zusammen mit Radiologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmedizinern und Pathologen die Befunde in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz und erstellen einen individuellen Behandlungsplan.

Kleiner Eingriff – große Wirkung

Mit unseren modernen Untersuchungs- und Diagnosegeräten, Operationssälen und der Intensivstation können wir Ihnen eine Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau bieten. Dabei behalten wir stets die aktuellen Leitlinien zur Behandlung von Darmkrebs und die Persönlichkeit jedes einzelnen Patienten im Blick.

Eine Besonderheit unseres Darmzentrums sind die medizinisch besonders effektiven und schonenden Operationsverfahren wie die minimalinvasive Chirurgie, auch Schlüssellochtechnik genannt. Mit dieser Technik können wir den Darmkrebs in den meisten Fällen operieren. Die minimalinvasive Behandlung bedeutet für Sie geringere Belastung, kürzerer Krankenhausaufenthalt und schnellere Genesung.

Diagnostik

Im Darmzentrum setzen wir sehr unterschiedliche Untersuchungsmethoden ein, um Ihnen eine gesicherte Diagnose geben zu können. Dabei haben alle diagnostischen Schritte ein Ziel: Sie sollen den Verdacht, dass Sie an Darmkrebs erkrankt sind, bestätigen oder ausräumen. Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass Sie Darmkrebs haben, bestimmen wir genau, wo der Tumor sitzt, wie groß er ist, wie die Beschaffenheit der Zellen ist und ob es bereits Tochtergeschwülste gibt.

Alle Untersuchungsergebnisse besprechen wir mit Ihnen und definieren gemeinsam den weiteren Therapieverlauf. Insbesondere bei der Diagnose arbeiten wir sehr eng mit der Klinik für Allgemeine Innere Medizin des Franziskus Hospitals zusammen. So profitieren Sie von dem Erfahrungsaustausch unserer Experten und können sich einer optimalen Behandlung sicher sein.

Darmspiegelung (Coloskopie)

Darmspiegelung (Coloskopie)

Die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Darmspiegelung (Coloskopie). Nach Einnahme von Abführmitteln zur schonenden Darmreinigung wird ein spezielles Instrument, das sogenannte Endoskop, durch den After in den Darm eingeführt und Stück für Stück bis zum Übergang des Dickdarms in den Dünndarm vorgeschoben. Um gute Sicht zu erlangen, wird über das Endoskop Luft in den Darm geblasen, sodass sich die Darmwand gut entfalten kann. Alle Abschnitte des Dickdarms und Mastdarms können so sorgfältig inspiziert werden.

Die Darmspiegelung dauert etwa 20 Minuten und durch die Gabe von Beruhigungsmitteln, die Sie in einen Dämmerschlaf versetzen, bekommen Sie von der Untersuchung nichts mit.

Wird ein Polyp (Wucherung der Darmschleimhaut, Vorstufe von Darmkrebs) entdeckt, kann dieser bis zu einer bestimmten Größe entfernt werden. Wird eine größere Geschwulst oder eine andere suspekte Veränderung der Darmschleimhaut gesehen, werden davon zunächst Proben entnommen, die vom Pathologen feingeweblich untersucht werden.

Tumormarker im Blut

Tumormarker im Blut

Tumormarker sind spezielle Eiweißstoffe, die von Krebszellen abgesondert werden und ins Blut gelangen. Die allermeisten Tumormarker sind nicht spezifisch für eine bestimmte Krebserkrankung, sie können bei verschiedenen Krankheiten und zum Teil auch bei einer Reihe von gutartigen Erkrankungen auftreten. Das sogenannte CEA (carcino-embryonales Antigen) ist der wichtigste Marker für Tumoren des Dick- und Mastdarms. Leider ist dieser Stoff nicht bei allen Darmkrebsfällen vorhanden.

Somit kann ein normaler Wert eine Krebserkrankung nicht ausschließen. Die größte Rolle spielen Tumormarker für die Verlaufskontrolle der Behandlung. Nach operativer Entfernung eines Tumors sinken die Werte des Tumormarkers. In der Nachsorge helfen sie, das Auftreten eines neuerlichen Tumorwachstums frühzeitig aufzuspüren. Die Bestimmung von Tumormarkern und Laboruntersuchungen führen wir zur Ausbreitungsdiagnostik durch.

Ausbreitungsdiagnostik: Sonographie, CT, MRT

Ausbreitungsdiagnostik: Sonographie, CT, MRT

Handelt es sich bei der Erkrankung um einen bösartigen Tumor, sind weitere Untersuchungen nötig, um die Ausbreitung auf das benachbarte Gewebe oder andere Organe festzustellen. Hierzu gehören die:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie/Endosonographie):Mithilfe des Ultraschalls können die einzelnen Organe des Bauchraumes, deren Durchblutung und krankhafte Veränderungen sichtbar gemacht werden. Solche Ultraschalluntersuchungen lassen sich auch vom Darm oder von der Speiseröhre her durchführen.
  • Computertomographie (CT): Ein weiteres bildgebendes Verfahren ist die Computertomographie. Dies ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, die innere Organe im Bauchraum und auch vergrößerte Lymphknoten darstellen kann. Anders als das normale Röntgenbild zeigt sie den Körper im Querschnitt und kann den Tumor lokalisieren und seine Größe bestimmen. Der Chirurg erhält dadurch wichtige Hinweise darüber, ob der Tumor operativ entfernt werden kann und wie umfangreich die Operation sein wird.
  • Magnetresonanztomographie (MRT), Kernspintomographie:Zudem steht in unserem Darmzentrum auch die Magnetresonanztomographie (MRT; auch Kernspintomographie genannt) zur Verfügung. Dieses Verfahren erzeugt Schichtaufnahmen der verschiedenen Gewebe im Körperinneren und nutzt dabei im Gegensatz zur Computertomographie keine Röntgenstrahlen, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen. Das ist besonders wichtig bei Tumoren des Enddarms und zur Abklärung von Veränderungen der Leber.
Histologie

Histologie

Die Histologie (Gewebelehre) ist die Wissenschaft von biologischen Geweben. Wird bei der Coloskopie ein auffälliger Befund festestellt, werden von dem Gewebe Proben entnommen. Der Pathologe stellt daraus mikrometerdünne, gefärbte Gewebeschnitte her und beurteilt diese unter dem Mikroskop. Anhand der entnommenen Gewebeprobe kann ein Geschwulst dann als gut- oder bösartig erkannt werden. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist die wesentliche Grundlage für die weitere Therapie.

Therapie bei Darmkrebs

Therapie

Nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse und Feststellen der Diagnose Darmkrebs kann das Ausmaß der Krebsausbreitung genau bestimmt werden. Der behandelnde Arzt bespricht nun mit Ihnen, welche Behandlungsschritte durchgeführt werden sollen. Als Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung:

  • Operation
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie
Individuelle Therapieverfahren

Individuelle Therapieverfahren

Die moderne Tumortherapie erfolgt interdisziplinär: Unsere operativen Abteilungen arbeiten eng mit der inneren und onkologischen Medizin, der Strahlentherapie, der Radiologie und der Pathologie zusammen. In der wöchentlichen Tumorkonferenz wird für jeden Patienten ein individueller Therapieplan festgelegt – nicht nur zu Beginn Ihres Aufenthaltes, sondern kontinuierlich während Ihrer gesamten Behandlung. Dabei binden wir auch Ihren behandelnden, niedergelassenen Arzt mit ein, sodass die Betreuung auch nach Ihrem Krankenhausaufenthalt reibungslos verläuft. So erhalten Sie die Behandlung, die für Sie am besten ist.

Das einzige Verfahren, mit dem Darmkrebs geheilt werden kann, ist derzeit die Operation. Das gilt sowohl für den Dickdarm- als auch für den Mastdarmkrebs. Zusätzliche Maßnahmen wie Chemotherapie oder kombinierte Strahlen-/Chemotherapie können den Erfolg der Operation sichern bzw. nach erfolgreicher Operation die Langzeitprognose der Erkrankung verbessern. Bei all unseren Therapien beachten wir die europäischen Leitlinien. Zur Überprüfung und Verbesserung unserer Qualität nehmen wir an dem Qualitätssicherungsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie teil.

Das Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des betroffenen Darmabschnittes mit den angrenzenden Lymphknoten und Lymphabflusswegen. Es ist dabei wichtig, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Tumor einzuhalten. Unter Berücksichtigung der Durchblutungsverhältnisse des Darmes wird so, je nach Lage des Tumors, die rechte oder linke Seite des Dickdarms entfernt. Durch Aneinandernähen der Darmenden wird danach die Durchgängigkeit des Darmes wieder hergestellt. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist in der Regel nicht erforderlich.

Operationsmöglichkeiten

Operationsmöglichkeiten

Heutzutage stehen beim Dickdarm- und Enddarmkrebs prinzipiell zwei verschiedene Operationsmöglichkeiten zur Verfügung. Das ist zum einen die offene Operationsmethode über einen Bauchschnitt. Darüber hinaus existiert die laparoskopische Operationsmethode, die sogenannte Schlüssellochtechnik, bei der über kleine Bauchschnitte und mit speziellen Arbeitsinstrumenten und einer Kameraoptik im Bauchraum operiert wird.

Gerade bei Tumoren des linksseitigen Dickdarms, des unteren Dickdarms und Mastdarms hat in den letzten Jahren die Operation mit der Schlüssellochtechnik zugenommen. Hierdurch ist eine schonende Präparation möglich. Durch die Kameraoptik erhält der Operateur eine exzellente und vergrößerte Übersicht im Bauchraum und Becken. Wesentliche Arbeitsschritte bei der laparoskopischen Operation werden mit speziellen Ultraschallscheren durchgeführt, die das Gewebe nach ausreichender Blutstillung sofort durchtrennen. Meist haben Patienten nach Operationen mit der Schlüssellochtechnik weniger Schmerzen und erholen sich schneller als diejenigen mit einer offenen Operation. Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, bespricht der durchführende Chirurg vor dem Eingriff ausführlich mit Ihnen. Große Studien haben gezeigt, dass die Ergebnisse für die laparoskopische und offene Operation des Dickdarms als auch des Enddarmkrebses gleich sind.

Nach der Operation wird der entfernte Darmabschnitt mit dem Tumor und den anhängenden Lymphknoten vom Pathologen feingeweblich untersucht. Hierbei wird festgestellt, wie tief der Tumor in die Darmwand eingewachsen ist, ob das kranke Gewebe vollständig im Gesunden entfernt werden konnte und ob die entfernten Lymphknoten tumorbefallen sind oder nicht.

Aus der mikroskopischen Untersuchung und den vorangegangenen Untersuchungen ergibt sich dann eine Klassifikation (sogenannte TNM-Klassifikation), die entscheidend für die Prognoseeinschätzung und Beurteilung der weiteren therapeutischen Maßnahmen ist.

Künstlicher Darmausgang (Stoma)

Künstlicher Darmausgang (Stoma)

Im fortgeschrittenen Tumorstadium oder in schwierigen Fällen kann nach Entfernung des Tumors der Dickdarm nicht wieder direkt zusammengenäht werden, sondern es muss vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden. Nach Abheilung einer eventuell vorhandenen Bauchfellentzündung oder Abschluss der anschließenden Chemotherapie kann dieser künstliche Darmausgang dann durch Wiedervereinigung der vorhandenen Darmenden zurückverlegt werden.

Bei Mastdarmkrebs ist häufig eine sehr tiefe Darmentfernung notwendig. Das bedeutet, dass die Wiedervereinigung der Darmenden sehr nah im Bereich des Schließmuskels liegt. In solchen Fällen wird vorübergehend ein künstlicher Darmausgang im Bereich des Dünndarms angelegt. Ist die Heilung der Darmnaht nach rund sechs Wochen abgeschlossen, kann dieser Anus praeter in einer kleinen Operation wieder verschlossen werden.

In seltenen Fällen ist es notwendig, dass bei Patienten, die an Mastdarmkrebs erkrankt sind, der sehr nah am Schließmuskel liegt, der komplette Schließmuskel mit entfernt werden muss und ein künstlicher Darmausgang als endgültige Lösung geschaffen werden muss. Bei dem Umgang mit dem Stoma unterstützt Sie unsere Stomatherapeut und steht Ihnen gern für Ihre Fragen zur Verfügung.

Behandlung nach der Operation

Behandlung nach der Operation

Nach erfolgter Operation und abgeschlossener feingeweblicher Untersuchung wird jeder Patient mit Dickdarm- oder Mastdarmkrebs in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt und ausführlich besprochen. An dieser Konferenz nehmen die behandelnden Chirurgen, die Kollegen der Onkologischen Klinik und der Strahlentherapie sowie die Pathologen, die die feingeweblichen Untersuchungen durchführen, teil. Anhand der Untersuchungsergebnisse wird für jeden Patienten individuell ein Behandlungskonzept erstellt.

Wurde der Tumor in einem frühen Stadium entfernt und konnten keine Tochtergeschwulste festgestellt werden, sind zunächst keine weiteren Maßnahmen notwendig. Über den Hausarzt erfolgt eine standardisierte Nachsorge.

Ergänzende (adjuvante) Chemotherapie

Ergänzende (adjuvante) Chemotherapie

Nach der operativen Entfernung des Tumors ist in einigen Fällen eine Chemotherapie sinnvoll. Diese erfolgt im Intervall über einen längeren Zeitraum. Die Chemotherapie soll eventuell noch im Körper verbliebene kleinste Tumorzellen vernichten und so die Chance auf eine Heilung der Erkrankung verbessern. Manchmal ist es sinnvoll, sie in Verbindung mit einer Strahlentherapie noch vor der Operation durchzuführen, um den Tumorherd zu verkleinern und vollständig entfernen zu können. Zusätzlich wird die adjuvante Chemotherapie empfohlen, da das Risiko besteht, dass sich in den folgenden Jahren Tochtergeschwulste in anderen Organen (Metastasen) bilden.

Welche Art der Therapie in Ihrem Fall sinnvoll erscheint, entscheidet unter anderem der feingewebliche Befund (Histologie). Auch die Höhe des befallenen Darmanteils, die Größe des Tumors und die Befunde der radiologischen Untersuchungen (CT, Röntgen) spielen bei der Therapieentscheidung eine Rolle.

Eine Chemotherapie kann bei uns im Haus in der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Immunologie durchgeführt werden. Neben einer stationären Behandlung ist auch eine ambulante Behandlung in der hämatologisch-onkologischen Ambulanz und Tagesklinik "Leuchtturm" möglich. Der behandelnde Arzt wird die verschiedenen Möglichkeiten mit Ihnen besprechen.

Durch die Chemotherapie werden Krebszellen im ganzen Körper zerstört. Aber auch gesunde Köperzellen können vorübergehend geschädigt werden und es können Nebenwirkungen auftreten. Davon besonders betroffen sind häufig die Zellen der Schleimhaut und des Knochenmarks sowie der Magen-Darm-Trakt. Die Folgen können Übelkeit, Erbrechen, Schleimhautentzündungen und allgemeine Schwäche sowie Durchfälle oder Veränderungen des Blutbildes sein. Manchmal kann es auch zu einer Beeinflussung der Nerven mit Kribbeln und Gefühlsstörungen im Bereich der Hände und/oder Füße kommen. Diese Nebenwirkungen sind meist milde und vorübergehender Natur. Sollten sich bei Ihnen Nebenwirkungen einstellen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es können Medikamente eingesetzt werden (zum Beispiel sogenannte Antiemetika), die die Beschwerden lindern oder bei optimaler Wirkung auch verhindern können.

Während der Behandlungspausen hat das Knochenmark Zeit, sich zu regenerieren und die Blutbildung normalisiert sich wieder. Trotzdem besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, wenn veränderte Blutbildwerte, wie ein Abfall der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), auftreten. In regelmäßigen Abständen sollten daher die Blutwerte kontrolliert werden. Wichtig ist, dass Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt melden, wenn Fieber auftritt (Körpertemperatur mehr als 38°C).

Ebenfalls kann sich vorübergehend ein leichter Haarausfall zeigen. Ein deutlicher Haarverlust tritt jedoch nur in seltenen Fällen auf. Auf Wunsch kann in diesem Fall ein Haarersatz verordnet werden, dessen Kosten die Krankenkasse übernimmt. Ihre normale Lebensqualität wird unter der Therapie nur vorübergehend sinken. Sie können Essen worauf Sie Appetit haben (achten Sie jedoch auf eine ausgewogene Ernährung) und weiterhin Ihren gewohnten Sport betreiben.

Sollten Sie Medikamente einnehmen, können Sie diese ohne Einschränkungen weiter nehmen. Mit Abschluss der Chemotherapie regeneriert sich Ihr Körper und Ihr Wohlbefinden wird sich wieder einstellen – Ihre Vitalität beginnt sich wieder zu stabilisieren. Auch das Haar wird wieder vermehrt wachsen, Ihr Leben normalisiert sich wieder.

Strahlentherapie

Strahlentherapie

Auch beim Mastdarmkrebs ist die vollständige Entfernung des Tumors einschließlich der angrenzenden Lymphknoten entscheidend für die Prognose. Bei ausgedehntem Tumorwachstum im Mastdarm erfolgt vor der Operation eine sogenannte neoadjuvante Therapie. Dies ist eine der Operation vorgeschaltete Bestrahlung, Chemotherapie oder Kombination aus beiden Behandlungen. Hierdurch kann die Geschwulst zunächst verkleinert werden, sodass sie sich dann leichter operativ entfernen lässt.

Während einer Strahlentherapie werden gezielt die Zellen des Tumorgebietes behandelt. Dadurch treten mögliche Nebenwirkungen nur konkret an den therapierten Körperflächen auf. Wie stark der Körper auf die verabreichte Strahlendosis reagiert, ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Ähnlich einer Darmgrippe kann die Strahlentherapie Durchfall und Bauchschmerzen hervorrufen.

Mit der Ernährung können Sie den Nebenwirkungen entgegenwirken. Bekömmlich sind

  • helle Brotsorten
  • Milchprodukte
  • Kartoffeln
  • Suppen
  • Reis
  • Nudeln
  • Außerdem sollten Sie viel trinken, wobei kohlensäurearme Getränke und insbesondere Tee empfehlenswert sind.
  • Vermeiden sollten Sie allzu ballastoffreiche Kost, rohes Obst (außer Bananen) und blähendes Gemüse, sehr scharfe und stark gewürzte Speisen, sehr fette Speisen, größere Mengen Kaffee und Alkohol.

Im Bestrahlungsfeld liegt auch ein Teil der Blase, wodurch es zu Entzündungen der Harnblase oder des Nierenbeckens kommen kann. Durch Medikamente sind diese Beschwerden in den meisten Fällen gut zu behandeln. Deswegen sollten Sie sofort Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie ein Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Rücken oder einen ständigen Harndrang verspüren. Auch hierfür ist es wichtig, dass Sie reichlich trinken.

Im Laufe der Behandlung durch Strahlen wird die betroffene Hautfläche trocken und kann hin und wieder jucken. Häufig kommt es vor, dass sich die therapierte Stelle rötet und entzündet. Nach Erstellen Ihres entsprechenden Behandlungskonzeptes werden die zuständigen Kollegen der onkologischen Klinik oder der Klinik für Strahlentherapie die Behandlung, die Wirkungsweise sowie mögliche Nebenwirkungen mit Ihnen besprechen. Um diese Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, können Sie folgende Regeln einhalten:

  • an der bestrahlten Stelle nicht kratzen
  • duschen Sie nicht zu heiß und mit einem milden ph-neutralem Duschgel und verzichten Sie auch sonst auf Hautpflegemittel die Konservierungsmitteln oder Parfum enthalten
  • zum Waschen nur handwarmes Wasser verwenden
  • bestrahlte Stellen nicht abreiben, sondern mit einem weichen Tuch vorsichtig trocken tupfen
  • vermeiden sie Kalt-Warm-Behandlungen der bestrahlten Stelle
  • Sonne in der entsprechenden Hautregion vermeiden; keine Sonnenbäder
  • lockere Kleidung

Als Folge der Bestrahlung sind dauerhafte Hautverfärbungen und eine empfindlichere Haut im Bestrahlungsfeld möglich.

Therapie bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Therapie bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Im fortgeschrittenen Stadium hat sich der Darmkrebs bereits in allen Schichten der Darmwand ausgedehnt. Es können sich Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen (am häufigsten in der Leber und der Lunge) gebildet haben.

Auch dann muss die Möglichkeit der Operation geprüft werden, um drohende Komplikationen, wie zum Beispiel ein lebensbedrohlicher Darmverschluss oder ein Durchbruch des Tumors in die Bauchhöhle mit nachfolgender Infektion, zu vermeiden. Auch hier ist das Grundprinzip der Operation, den Tumor bzw. möglichst viel Tumorgewebe zu entfernen. Ebenso steht der Erhalt der Darmdurchgängigkeit im Vordergrund.

Was tun bei Metastasen?

Was tun bei Metastasen?

Metastasen können je nach Ausmaß der Darmkrebserkrankung schon bei der Erstdiagnose vorliegen. In Abhängigkeit von der Ausbreitung des Tumors bei der Erstdiagnose und Operation treten diese allerdings häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt auf.

Einzelne Lebermetastasen können bei der Erstoperation mit entfernt werden. Bei ausgedehntem Leberbefall ist dies nicht möglich. Treten Lebermetastasen im späteren Verlauf auf, lassen sich diese häufig auch gut operativ entfernen oder können durch sogenannte ablative Verfahren, also ohne Operation, behandelt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Radiofrequenz-Ablation: Mittels Punktion durch die Haut wird die Metastase durch Hitze aus Hochfrequenzstrom zerstört. Ist eine operative Entfernung der Metastasen nicht möglich, sollte eine Chemotherapie durchgeführt werden.

Lungenmetastasen treten häufig erst im späteren Verlauf der Krebserkrankung auf und können entweder minimalinvasiv oder konventionell operativ entfernt werden.

Beratung: Ihr Weg, mit Darmkrebs umzugehen

Die Diagnose Darmkrebs stellt das Leben vieler Menschen auf den Kopf und kommt meist überraschend. Die Diagnose wird Ihr Leben und Ihr Bewusstsein verändern, denn die Behandlung der Erkrankung steht plötzlich im Mittelpunkt. Es wird sicherlich Tage geben, an denen Sie das Gefühl haben, die Krankheit überwunden zu haben, aber es wird auch Tage geben, an denen Sie meinen, nichts würde voranschreiten. Geben Sie sich Zeit, mit der Diagnose umgehen zu lernen.

Unser Team aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Ernährungsberatern und unserem Sozialdienst steht Ihnen für all Ihre Fragen zur Verfügung.

Wie genau läuft die Behandlung ab? Kann ich selbst etwas für meine Genesung tun? Welche Patientenrechte habe ich? Und wie geht es nach der Operation weiter? Wir finden zusammen einen Weg, wie Sie mit der Diagnose und Erkrankung umgehen können.

Für die Zeit zu Hause sind unter Umständen Hilfsmittel, die Ihnen den Alltag erleichtern, notwendig. Der Sozialdienst in unserem Haus berät Sie gerne und ist Ihnen bei der Antragstellung und Beschaffung gern behilflich.

Psychologische Unterstützung vor Ort

Psychologische Unterstützung vor Ort

Im Vordergrund der psychoonkologischen Arbeit steht die Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung. In psychotherapeutischen Gesprächsangeboten möchten unsere Psychologinnen mit Ihnen gemeinsam nach Wegen suchen, die Belastungen und Probleme, die eine Krebserkrankung und die erforderlichen Behandlungen mit sich bringen, zu lindern und einen hilfreichen Umgang mit der veränderten Lebenssituation zu finden. Wie diese Hilfen aussehen, hängt vom subjektiven Erleben der Betroffenen ab – das heißt, wie Sie sich fühlen. Schwerpunkte können die Entwicklung von aktiven Verarbeitungs- und Selbsthilfestrategien, das Erlernen von entspannenden Verfahren oder die Erarbeitung von Lebenszielen und Perspektiven sein.

Auch Angehörige von erkrankten Menschen können Angebote der Unterstützung wie zum Beispiel Informationsvermittlung oder Stress- und Angstreduktion in Anspruch nehmen, denn auch sie müssen die Belastungen mit verkraften und bewältigen.

Die psychoonkologische Therapie, Beratung und Begleitung erfolgt während des gesamten Behandlungsverlaufs, von der Diagnosestellung über den stationären Aufenthalt und nachstationären ambulanten Therapien bis zur Nachsorge. Darüber hinaus werden weiterführende Informationen über regionale Angebote wie Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen oder Kursangebote sowie Hilfestellungen bei der Suche nach weiterbehandelnden niedergelassenen Psychotherapeutinnen aufgezeigt.

Hilfe im Umgang mit dem Stoma

Hilfe im Umgang mit Stoma

Kontakt

Pflegeexperte Stoma, Wunde, Kontinenz
Raffaele Frisullo
Telefon: 0521 589-74961
raffaele.frisullo@franziskus.de
Sprechstunden nach Vereinbarung

Bei einigen Patienten ist während der Operation das Anlegen eines künstlichen Darmausganges (Stoma) notwendig. Häufig kann dieser nach einiger Zeit wieder zurückverlegt werden. In jedem Fall steht Ihnen für die Zeit unser Stomatherapeut zur Verfügung, die Ihnen verschiedene Materialen vorstellen und Ihnen Unterstützung im Umgang mit dem Stoma gewährleisten.

Unterstützung vom Sozialdienst

Unterstützung vom Sozialdienst

Nach der Krebsbehandlung sind viele Patienten unsicher, wie es nun weitergeht. Werde ich gesund? Welche Rehabilitationsmaßnahmen sind sinnvoll? Was kann ich selbst tun, um die Genesung zu fördern? Der Sozialdienst unseres Hauses steht Ihnen für all diese Fragen gerne zur Verfügung. Wir versuchen, eine möglichst optimale Versorgung nach der Entlassung für Sie zu erreichen. Gemeinsam finden wir Lösungen für Ihre persönlichen und organisatorischen Probleme, die sich aufgrund Ihrer Erkrankung ergeben können.

Meist folgt der Therapie in unserem Haus eine Anschlussheilbehandlung, wie zum Beispiel in einer Rehaklinik. Im persönlichen Gespräch klären wir gern mit Ihnen, welche Möglichkeiten und Ansprüche Sie haben. Auch Fragen rund um Pflegeversicherung, Krankengeld oder Schwerbehindertenausweis beantworten wir Ihnen gern.

Wenn Sie eine ambulante Versorgung zu Hause in Anspruch nehmen möchten, vermitteln wir Ihnen gern Kontaktdaten; ebenso für Ansprechpartner rund um Selbsthilfegruppen oder Hilfsmittel, wie zum Beispiel Perücken.

Ist Ihr Angehöriger an Darmkrebs erkrankt und Sie möchten sich für sie/ihn informieren oder brauchen selbst Hilfe, um mit der Krankheit umzugehen und eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln? Sprechen Sie uns einfach an – wir sind für Sie da.

Rehabilitation – Zurück in den Alltag

Rehabilitation – Zurück in den Alltag

Nach der Therapie ist oft eine Anschlussheilbehandlung bzw. Rehabilitationsmaßnahme möglich. Diese kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Ob eine solche Maßnahme für Sie sinnvoll ist, entscheidet der Arzt gemeinsam mit Ihnen. Unsere Mitarbeiter im Sozialdienst beraten Sie gern, was Sie für Möglichkeiten haben und was Sie zum Beispiel bei der Antragsstellung beachten müssen. Hierzu gehört auch der gesetzliche Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis und eine berufliche Wiedereingliederung. Gemeinsam mit Ihnen planen wir die weiteren Schritte, damit Sie wieder zu Kräften kommen.

Sie müssen nicht direkt im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt eine Rehabilitationsmaßnahme antreten. Abgesehen davon, dass Sie zwischen Entlassung aus dem Krankenhaus und Beginn der Anschlussheilbehandlung durchaus für zwei Wochen nach Hause gehen können, ist ein stationäres Heilverfahren (Kur) auch noch Monate nach dem Krankenhausaufenthalt möglich.

Austausch mit anderen Betroffenen

Austausch mit anderen Betroffenen

Links

Deutsche ILCO
ILCO für Jüngere und Berufstätige
Viktoria e. V.
Der Paritätische – Selbsthilfe Kontaktstelle Bielefeld

Selbsthilfegruppen gibt es deutschlandweit

Es gibt viele Menschen, die von der Diagnose Krebs betroffen sind. In einer Selbsthilfegruppe haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen über Erfahrungen auszutauschen. Das kann ein Austausch über praktische Dinge wie Hilfsmittel sein oder Ihnen helfen, mit Ängsten und Sorgen umgehen zu lernen. In Deutschland sind Selbsthilfegruppen bundesweit zu finden. Einige Beispiele nennen wir Ihnen hier gern.

Freundeskreis der Stomaträger
Gruppensprecher: Detlef Wasmuth
Telefon: 0521 4293 78
d.wasmuth@t-online.de
Gruppentreffen: Jeden 1. Dienstag im Monat, 15:00 Uhr
AOK Bielefeld Oelmühlenstraße 57-59, 33604 Bielefeld

"ILCO für Jüngere und Berufstätige"
Ansprechpartnerin: Angelika Tappe
Telefon: 0521 9892154
Gruppentreffen: Jeden 3. Freitag im Monat, 19:00 Uhr
Gemeinschaftshaus der Christusgemeinde Windelsbleiche,
Buschkampstraße 149, 33659 Bielefeld

"Niemals aufgeben"
Selbsthilfegruppe für Frauen nach Krebserkrankungen
Ansprechpartnerin: Ursula Rullkötter
Telefon: 0521 66673
Treffpunkt: Franziskus Hospital Bielefeld, Gertrud-Frank-Haus
Grünstrasse 19, 33615 Bielefeld

Viktoria
Vereinigung der Selbsthilfegruppen nach Krebs und Sport bei Krebserkrankungen
Frauen nach Krebs
Ansprechpartnerin: Hannelore Junge
Telefon: 05205 71065 | hannelore.junge@gmx.de
www.viktoriafrauen-selbsthilfegruppen.de

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Selbsthilfekontaktstelle
Stapenhorststraße 5, 33615 Bielefeld
Telefon: 0521 96 406 96 | selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org
www.selbsthilfe-bielefeld.de

Yasamia el elle - Mit dem Leben Hand an Hand
Türkischsprachige Frauengruppe Stieghorst
Telefon: 0521 96 406 96 | selbsthilfe-bielefeld@paritaet-nrw.org

Selbsthilfegruppe für Angehörige von Menschen mit Krebserkrankungen der AWO
Gruppensprecherin: Elke Nordhold
Telefon: 0521 9216432 | krebsberatung@awo-owl.de

Psychosoziale Krebsberatungsstelle der AWO Ostwestfalen-Lippe e.V.
Elfriede-Eilers-Zentrum, Detmolderstrasse 280, 33605 Bielefeld
Ansprechpartner: Rainer Gollub
Telefon: 0521 9216431

Das Leben nach der Erkrankung

Nachsorge

Die Nachsorge nach einer Darmkrebserkrankung ist von großer Bedeutung. Zum einen kann so eine erneute Erkrankung bzw. Tumorabsiedlungen (Metastasen) sehr früh erkannt und entsprechend behandelt werden. Zudem kann im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen auch überprüft werden, inwieweit die Chemotherapie oder Bestrahlung wirksam war.

Die genaue Art und der Umfang der Untersuchungen ist abhängig vom Stadium Ihrer Erkrankung und welche Behandlungen bei Ihnen bereits durchgeführt wurden. Zu den notwendigen Untersuchungen gehört eine körperliche Untersuchung wie Sie sie auch schon in der vergangenen Zeit kennengelernt haben: Ultraschalluntersuchung, Darmspiegelung und ggf. auch eine Computertomographie. Des Weiteren werden Laboruntersuchungen zur Bestimmung der Tumormarker CEA und CA19-9 durchgeführt. Ihr behandelnder Arzt wird alle notwendigen Maßnahmen mit Ihnen besprechen.

Die Nachuntersuchungen werden wie folgt durchgeführt:
(Quelle: Schmiegel et al., S3-Leitlinie "Kolorektales Karzinom"):

  • Anamnese, köperliche Untersuchung, CEA nach 6, 12, 18, 24, 36, 48 und 60 Monaten
  • Coloskopie nach 6 Monaten (wenn keine vollständige Coloskopie vor der Operation erfolgt ist) und nach 36 Monaten [bei unauffälligem Befund (kein Adenom, kein Karzinom), nächste Coloskopie nach fünf Jahren]
  • Abdomensonographie nach 6, 9, 12, 15, 18, 21, 24, 36, 48 und 60 Monaten
  • Rektoskopie nach 6, 12, 18, 24 Monaten
  • Computertomographie nach 3 Monaten [nur beim Rektumkarzinom drei Monate nach Abschluss der tumorspezifischen Therapie (Operation bzw. adjuvante Strahlen-/Chemotherapie) als Ausgangsbefund]
Ernährung

Ernährung

Darmkrebspatienten sollten ein besonderes Augenmerk auf die Ernährung legen. Denn eine gesunde, ausgeglichene Kost kann den Körper kräftigen und ihn widerstandsfähiger machen.

Bei positivem Behandlungsverlauf müssen Sie langfristig keine besonderen Regeln bei Ihrer Ernährung beachten. Während der gesamten Behandlung kann es jedoch hilfreich sein, ein Tagebuch über Ihre Ernährung zu führen. Durch diese Aufzeichnungen können Sie genau nachvollziehen, welche Speisen Sie schlecht oder besonders gut vertragen haben.

Sport nach Krebs

Sport nach Krebs

Die Nachsorge ist ein sehr wichtiger Teil der ganzheitlichen Behandlung. Ein Bereich der Nachsorge kann sportliche Aktivität sein. Wenn es die Krankheit zulässt, ist es gut, so früh wie möglich mit leichter Bewegung zu beginnen.

Bereits während der Therapiezeit im Krankenhaus können Sie an den Start gehen. Mit leichten, sportlichen Übungen unterstützen Sie die körperliche Fitness und verbessern gezielt die Beweglichkeit. So können Muskeldysbalancen ausgeglichen und die Atemtechnik gefördert werden – und ganz nebenbei wird auch das Immunsystem gestärkt.

Mobilisierung der Kräfte

Ziel bei allen Bewegungen ist es, Ihnen ein angenehmes, befreiendes, motivierendes und energiespendendes Gefühl zu vermitteln. Gemeinsam in der Gruppe möchten wir Sie dabei unterstützen, Ihre körperlichen Kräfte zu mobilisieren, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und akzeptieren zu lernen. Zudem geben wir Ihnen Raum, um über Gefühle und Ängste zu sprechen.

Kostenerstattung durch die Krankenkassen

Rehabilitationssport wird nach § 44 Sozialgesetz IX gefördert und von vielen Krankenkassen bis zu 100 Prozent bezahlt. Rehasport kann und darf von jedem niedergelassenen Arzt verordnet werden und wird von den Krankenkassen zeitbegrenzt als Pflichtleistung gefördert und bezuschusst. Im Regelfall erfolgt die ärztliche Verordnung über 50 Übungseinheiten.

An welchen Studien nehmen wir teil?

Klinische Studien (auch klinische Prüfungen genannt) werden in allen Bereichen der Medizin durchgeführt, meist, um neue Behandlungsmöglichkeiten zu testen. Ein neues Behandlungsverfahren oder Medikament zu entwickeln, braucht nicht nur viel Zeit und Geduld – es braucht auch System. Zwar geben Behandlungsergebnisse bei einzelnen Patienten Hinweise auf den Erfolg einer Behandlung, aber wie sich eine Therapie auf viele verschiedene Patienten auswirkt, weiß man erst, wenn die Ergebnisse der Behandlung vieler verschiedener Patienten gesammelt und ausgewertet werden.

Studien in Vorbereitung:
COLOPREDICT-Studie

Laufende Studien:
EDIUM-Studie
Ergebnisqualität bei Darmkrebs: Identifikation von Unterschieden und Maßnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung

Studien im Follow up:
OCUM-Studie
Optimierte Chirurgie und MRT-basierte multimodale Therapie des Rektumkarzinoms – Offene prospektive multizentrische Beobachtungs-Studie; Studienleiter: Prof. Dr. med. Th. Junginger, Klinik für Allgemein- und Abdominalchirurgie, Mainz und Prof. Dr. med. M. Schilling, Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, Homburg/Saar

Eine Studienteilnahme ist immer freiwillig und Sie können jederzeit Ihre Einwilligung zurückziehen. Studien unterliegen immer strengen Datenschutzregelungen. Alle teilnehmenden Praxen und Kliniken werden vor Beginn einer Studie durch die Ethik-Kommissionen und Überwachungsbehörden sehr genau überprüft und im Verlauf der Studie erfolgen Kontrollen durch sogenannte Monitore und Behörden. Diese Kontrollen betreffen die Mitarbeiter der Praxis und die Praxis bzw. Klinikausstattung. Sie selbst als Studienteilnehmer werden natürlich nicht kontrolliert. Es gibt sehr strenge Regeln bei der Durchführung klinischer Studien am Menschen. Diese regelmäßigen Kontrollen dienen der Sicherung dieser Regularien und vor allem Ihrer Sicherheit als Studienpatient. Ihre behandelnden Ärzte bleiben Ihre Ansprechpartner. Die Studien werden vor Ort von unserem studienbeauftragten Arzt Sergiusz Sawicki begleitet.