Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Vertrauensvoll und kompetent behandeln

Die Persönlichkeit der Patientin und ihre individuelle Reaktion auf die körperliche Veränderung ist bei stets der Maßstab unseres Handelns. Ganz gleich, ob es sich bei Ihnen um eine gynäkologische Erkrankung handelt oder um das freudige Ereignis einer Schwangerschaft: Das intensive Gespräch mit Ihnen ist zentraler Bestandteil unseres therapeutischen Konzeptes.

Kontakt

Chefarzt PD Dr. Sebastian Wojcinski

Anmeldung und Information allgemein
Sekretariat der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Telefon: 0521 589-1501
Fax: 0521 589-1504
frauenklinik@franziskus.de

Anmeldung und Fragen zur Geburt
Montags bis freitags 8:00 - 16:00 Uhr
Telefon: 0521 589-1550
elternschule@franziskus.de

Elternschule
Telefon.: 0521 589-1550
elternschule@franziskus.de

Station F1 (Wochenstation, Kreißsaal)
Telefon: 0521 589-1510

Station F2 (Gynäkologie, Brustzentrum)
Birgitta Siesenop
Telefon: 0521 589-1520

Bereichsleitung
Anja Stenzel
Bereichsleitung
Telefon: 0521 589-71566

Menschlichkeit und Qualität im Blick

Unser gynäkologischer Schwerpunkt

Bei einer Erkrankung bedarf es immer der vertrauensvollen Zusammenarbeit von Patientin, behandelnden Ärzten im Krankenhaus sowie dem vor- und nachbetreuenden niedergelassenen Arzt. Als fortschrittliche Klinik verfügen wir zudem über ein breites Spektrum konservativer und operativer Behandlungsverfahren.

Neben modernen diagnostischen und therapeutischen Geräten bieten wir Ihnen alle bekannten und speziellen operativen Möglichkeiten auf einem qualitativ hohen Niveau an.

Ein sicheres Gefühl bei Operationen

Einen großen Stellenwert in der Frauenheilkunde nehmen korrigierende operative Behandlungsmaßnahmen ein. So gehört die Entfernung von gutartigen Geschwülsten der Gebärmutter und der Eierstöcke zu den Standardverfahren. Moderne Techniken wie die Gebärmutter- und Bauchspiegelung sowie die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie kommen ebenso routinemäßig zur Anwendung. Auch Korrekturoperationen bei Senkungsbeschwerden oder Blasenschwäche bieten wir an.

Darüber hinaus beheben wir angeborene und krankhafte Veränderungen an der Brust und der Bauchdecke. Zur Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit des Eileiters bei bestehendem und unerfülltem Kinderwunsch setzen wir spezielle mikrochirurgische Verfahren ein.

Früherkennung bei Krebs

Die Früherkennung von Brustkrebs hat in den letzten Jahren zu einer wesentlichen Verbesserung der Heilungschancen geführt. Heute können mehr als 70 Prozent der Brustkrebsoperationen brusterhaltend durchgeführt werden – eine wesentliche Voraussetzung für das körperliche Wohlbefinden der betroffenen Patientin. Zudem setzen wir bei der Behandlung von Krebsleiden neben der medikamentösen Therapie auch die Strahlentherapie im Bereich der Geschlechtsorgane und der Brust erfolgreich ein.

In unserem Kooperativen Brustzentrum Bielefeld-Herford behandeln wir Sie umfassend.

Zertifiziertes Brustzentrum
Als zertifiziertes Brustzentrum garantieren wir Ihnen gesicherte Qualität bei der Versorgung von Brustkrebs. Lesen Sie hier mehr dazu!
Erfahren Sie mehr

Babyfreundliche Geburtsklinik

Die Geburt im Franziskus Hospital

Seit Jahrzehnten entscheiden sich viele Frauen dafür, ihr Kind im Franziskus Hospital zur Welt zu bringen. Bereits vor der Geburt bietet unser Team von Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und Gesundheits- und KrankenpflegerInnen Ihnen eine optimale Betreuung und Vorbereitung an – in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzten.

Die vor kurzem komplett renovierten Kreißsäle bieten genügend Raum um den Wunsch nach einer persönlichen und individuellen Geburt zu erfüllen. Neben Seilen, Entbindungshocker, Bällen und einer Bluetoothanlage verfügt jeder Kreißsaal über eine eigenes En-Suite-Badezimmer. Eine große Geburtswanne lädt zudem zu einem entspannenden Bad vor und während der Geburt ein.

Weitere Informationen, auch zur Geburtsanmeldung, erhalten Sie telefonisch unter 0521 589-1550.

Gut informiert und versorgt

Viele Tipps rund um Schwangerschaft und Geburt erhaltet Ihr bei den Informationsabenden in der Elternschule. Diese finden jeden zweiten und vierten Montag im Monat um 19:00 Uhr im Gesundheitszentrum gegenüber dem Franziskus Hospital statt. Anschließend könnt Ihr unsere Kreißsäle besichtigen.

Kommt einfach vorbei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Elternschule | Kurse rund ums Baby

Unsere Hebammen, Still- und Laktationsberaterinnen und Kinderkrankenschwestern bieten Euch unterschiedliche Kurse an, die Euch vor, während und nach der Geburt unterstützen.
Eine Übersicht über alle Kurse findet Ihr in der Elternschule. Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr Euch auch gerne per E-Mail unter elternschule@franziskus.de oder direkt bei den jeweiligen Kursleiterinnen melden.
Die Kosten für die Kursangebote erfahrt Ihr auch von den Kursleiteiterinnen - die Kosten für Geburtsvorbereitung und Rückbildung werden normalerweise von den Krankenkassen übernommen.

Wir sind "babyfreundlich"

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF starteten 1991 das internationale Programm "Babyfreundlich", um durch verbesserte Rahmenbedingungen in Geburtskliniken die Eltern-Kind-Bindung und das Stillen zu fördern. Weltweit gibt es inzwischen rund 20 000 babyfreundliche Krankenhäuser in 150 Ländern. Auch das Franziskus Hospital erfüllt die Vorgaben und wurde damit 2016 als "babyfreundliche Geburtsklinik" zertifiziert.

Vor der Geburt

Unser Team bereitet Sie optimal auf Ihre Entbindung und die ersten Monate mit Ihrem Kind vor. Sie können aus einer Vielzahl von Angeboten wie etwa K-Taping, Aquajogging, Fit for two oder Akupunktur wählen. Sollte es während der Schwangerschaft Probleme geben, werden Sie von unseren Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen einfühlsam und individuell unterstützt.

Be-up: Geburt aktiv

Als eine von 12 Kliniken in Deutschland unterstützen wir bis Februar 2020 die wissenschaftliche Studie "Be-Up: Geburt aktiv". Die Studie erforscht, wie der natürliche Geburtsverlauf in einer Klinik unterstützt werden kann. Dazu wurde einer unserer Kreißsäle als alternativer Gebärraum eingerichtet. Wenn Sie eine natürliche Geburt bei uns planen, informieren Sie sich gern auf der Website der Studie. Dort erfahren Sie, wie Sie an der Studie teilnehmen können und ob eine Teilnahme für Sie möglich ist: www.be-up-studie.de

Nähere Informationen zur Studie Be-Up: Geburt aktiv erhalten Sie auch während unserer Informationsabende und bei der Anmeldung zur Geburt. Dieser Kurzfilm informiert über Ziel und Methodik der Studie.

Anmeldung zur Geburt

Ab der 30. Schwangerschaftswoche können Sie sich bei uns zur Geburt anmelden. Der Termin zur Anmeldung und zum Informationsgespräch sollte in der Regel zwischen der 32.+0 und 34.+0 Schwangerschaftswoche stattfinden.

In einem gemeinsamen Gespräch mit einer Hebamme werden Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Ihnen gemeinsam besprochen, so dass wir vorab über Ihre Schwangerschaft und Ihre Wünsche informiert sind. So können wir dazu beitragen, die Geburt Ihres Kindes zu einem positivem Erlebnis zu machen.

Bitte bringen Sie Ihren Mutterpass und die Krankenversichertenkarte mit.

Bei Besonderheiten in der Krankengeschichte bzw. im Schwangerschaftsverlauf erhalten Sie einen gesonderten Termin zum Geburtsplanungsgespräch bei unseren Ärzten, in der Regel zwischen der 34.+0 und 36.+0 Schwangerschaftswoche. Hierfür benötigen Sie eine Überweisung von ihrem betreuenden Frauenarzt.

Den Termin können Sie im Sekretariat unter 0521 589-1501 vereinbaren. Bitte beachten Sie die telefonischen Sprechzeiten.

Ambulante Geburt, Beleggeburt, Kaiserschnitt?

Im Franziskus Hospital haben Sie die Möglichkeit, sich von einer Beleghebamme, die Sie während der Schwangerschaft und im Wochenbett betreut, auch während der Geburt in unserem Kreißsaal begleiten zu lassen. So können Sie alle Vorteile unseres Hauses mit Ihrer eigenen Hebamme genießen. Zudem können Sie auch ambulant entbinden. Unsere Hebammen betreuen Sie kompetent rund um die Geburt. Etwa vier Stunden nach der Geburt können Sie unser Haus wieder verlassen, wenn es Ihnen und Ihrem Kind gut geht.

Und sollte ein Kaiserschnitt notwendig sein, ermöglicht unser eigener Operationsraum schnelles Handeln. Neben einer modernen OP-Ausstattung, steht eine jederzeit einsatzbereite Reanimations- und Versorgungseinheit für Ihr neugeborenes Kind zur Verfügung. Nicht nur die Notfälle, sondern auch die geplanten Kaiserschnitte werden in diesem Operationsraum durchgeführt. Und auch hier können die werdenden Väter dabei sein, wenn sie möchten. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, die Geburt mitzuerleben und zu begleiten, das Kind mitzuversorgen und Teil des Geburtsereignisses zu sein.

Nach der Geburt

Im Verlauf des stationären Aufenthaltes führen wir bei Ihrem Kind spezielle Untersuchungen durch: Hörtest, Stoffwechseluntersuchungen und die U2. Auch können Sie nach Verlassen des Krankenhauses verschiedene Angebote in Anspruch nehmen. So bietet das Team unserer Klinik Rückbildungsgymnastik, Still- und Krabbelgruppen, Babyschwimmen und Babymassage an.

Doch auch einige Formalitäten gibt es nach der Geburt zu erledigen. Ist Ihr Kind geboren und Sie haben sich nach der Geburt etwas erholt, ist es notwendig, dass Sie Ihr Kind beim Standesamt anmelden, um die Geburtsurkunde zu beantragen. Hierfür können Sie sich gern an unsere Reception wenden.

Auch Kinder- und Elterngeld können Sie bald nach der Geburt beantragen. Anträge für das Kindergeld erhalten Sie bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit. Das Elterngeld hingegen muss schriftlich beantragt werden. Anträge erhalten Sie bei den Gemeindeverwaltungen, Krankenkassen und dem Jugendamt.

Was ist "Bonding"?

"Bonding" ist die intensive Kontaktaufnahme zwischen Mutter, Vater und Kind auf nackter Haut. Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass das Neugeborene nach der Geburt sofort engen Hautkontakt mit Ihnen bekommt. Das ist der unvergessliche Beginn Ihrer Beziehung. Dieser Kontakt prägt das menschliche Urvertrauen Ihres Kindes, lässt Zuneigung und Liebe wachsen und fördert so die Bindung. Wenn Sie und Ihr Kind dieses erste Zusammensein als angenehm empfinden, sind die Weichen für eine erfolgreiche Stillzeit gestellt. Die weiteren Vorteile für Ihr Kind: Seine Atmung wird durch Ihren Atemrhythmus stabilisiert, seine Herzfrequenz, Körpertemperatur und sein Sauerstoffgehalt werden besser reguliert, es schreit weniger und bei Ihnen werden mehr Milchbildungs- und Ausschüttungshormone produziert.

Was ist "Rooming-in"?

"Rooming-in" bedeutet, dass Mutter und Kind bereits während des Krankenhausaufenthaltes rund um die Uhr zusammen sind. Es fördert die Bindung von Mutter und Kind und hilft Ihnen, die Signale Ihres Kindes frühzeitig zu erkennen. Ihr Baby weint weniger und ist ruhiger, weil es immer Ihre Nähe spürt. Durch das Rooming-in gewöhnen Sie sich schnell an Ihre neuen Aufgaben und werden im Umgang mit Ihrem Baby sicher. So erleichtern wir Ihnen den Übergang vom Krankenhaus in Ihren Alltag zu Hause. Das gesamte Personal unterstützt Sie in allen Belangen und entlastet Sie je nach Möglichkeit, damit Sie sich als Mutter gestärkt auf Ihre neuen Aufgaben einlassen und die Zeit mit Ihrem Kind genießen können.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Stillprobleme beim Rooming-in viel seltener sind. Die Atmosphäre zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist entspannt, da Sie es immer bei sich haben und sehen, dass es ihm gut geht und es sich wunderbar entwickelt. Von Anfang an legen Sie Ihr Baby häufiger an, da Sie seine Signale viel besser deuten können. Das führt zu einer besseren Milchbildung.

Wie lange sollte ich stillen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, bis zum Vollenden des sechsten Monats ausschließlich zu stillen. Erst danach sollte man mit geeigneter Beikost beginnen und bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus nach Bedarf weiter stillen. Wie lange Sie stillen, hängt jedoch ganz von Ihren Wünschen und den Bedürfnissen Ihres Kindes ab.

Schnuller und Sauger

Um Stillprobleme zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, in den ersten Wochen auf Beruhigungssauger oder Nahrungssauger zu verzichten. Das Saugverhalten Ihres Babys könnte sonst beeinträchtigt werden.

Ihr Baby befriedigt mit dem Saugen am Schnuller einen Teil seines Saugbedürfnisses und saugt somit weniger an Ihrer Brust. Die Folge kann sein, dass Sie zu wenig Milch produzieren. Oder die Stillzeichen Ihres Babys übersehen. Dadurch werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu groß und Ihr Baby gerät in eine Art Fastenzustand. Außerdem saugt Ihr Baby am Schnuller anders – das stört das richtige Saugen an der Brust. Das kann dazu führen, dass Ihr Baby die Brust verweigert und zu wenig Gewicht zunimmt oder dass Sie wunde Brustwarzen bekommen und vorzeitig abstillen müssen.

Ist Zufüttern zu Beginn notwendig?

Alles was Ihr Kind in den ersten Lebensmonaten für ein gesundes Wachstum braucht, können Sie ihm beim Stillen geben. Eine Zufütterung mit künstlicher Nahrung oder Tee stört den Aufbau der Darmflora, die Milchbildung und möglicherweise das Saugverhalten des Kindes an der Brust. Zugefüttert wird in unserer Klinik nur, wenn es aus medizinischen Gründen notwendig ist.

Vorteile des Stillens auf einen Blick

Vorteile für das Kind

  • Das Baby schmeckt, riecht und fühlt Sie.
  • Muttermilch ist der Goldstandard, also die beste Ernährung für Ihr Kind.
  • Sie deckt den Nährstoffbedarf Ihres Babys im ersten Lebensjahr.
  • Muttermilch ist leicht verdaulich, immer richtig temperiert und jederzeit verfügbar.
  • Sie passt sich optimal den wachsenden Bedürfnissen Ihres Kindes an.
  • Haut- und Körperkontakt beim Stillen fördern die geistige und seelische Entwicklung Ihres Kindes.
  • Stillen senkt das Risiko von SIDS (Sudden Infant Death Syndrom), d. h. dem plötzlichen Kindstod.
  • Gestillte Kinder leiden weniger oft an Allergien, Erkrankungen des Magen-Darmsystems, Mittelohrentzündungen und Harnwegsentzündungen.

Vorteile für die Mutter (und die Familie)

  • Muttermilch ist praktisch, da immer vorhanden und kostenlos.
  • Muttermilch ist wirtschaftlich und ökologisch, weil sie die Müllentsorgung der Verpackung von Ersatznahrung spart.
  • Sie ist immer richtig temperiert – spart also Zeit.
  • Stillen fördert Ihre Gesundheit, da die Gebärmutter sich besser zurückbildet.
  • Stillen verringert Ihr Risiko, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken.
  • Stillen fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind.