Seelsorge im Franziskus Hospital

Christliche Werte sind bis heute im Franziskus Hospital spürbar – ganz im Sinne des Namenspatrons, dem Heiligen Franziskus. So können Patienten, Angehörige und Freunde in der Hauskapelle während der Messe neue Kraft und Hoffnung schöpfen. An diesem Ort der Besinnung, der Ruhe und des Gebets werden täglich Gottesdienste gefeiert, zu denen Pastor Hans-Jürgen Kötemann herzlich einlädt.

Auch am Krankenbett suchen unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger die Menschen auf und unterstützen sie dabei, ihren Glauben zu leben. Sie beten, spenden die kirchlichen Sakramente – und sind auch da, wenn ein Leben zu Ende geht.

Jede Krankheit ist ein Einschnitt im Leben eines Menschen. Vielleicht machen Sie sich Sorgen oder wünschen sich jemanden,

bei dem Sie sich einmal alles von der Seele reden können. Unabhängig von der Konfession sind wir für Sie und Ihre Angehörigen da. Wir hören Ihnen gerne zu und unterstützen Sie auf Ihrem Weg. Manchen Menschen ist dabei der Glaube sehr hilfreich. In unserem Haus steht Ihnen deshalb die katholische und evangelische Seelsorge zur Seite. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seelsorge besuchen Sie in Ihrem Zimmer, stehen aber auch sonst gerne für Anrufe oder Kontakt via E-Mail zur Verfügung.

Die Hauskapelle des Franziskus Hospitals ist für viele ein Ort der Besinnung, der Ruhe und des Gebets und steht allen Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besuchern offen. Besonders zu den Gebets- und Gottesdienstzeiten laden wir herzlich ein:

Gottesdienstzeiten der St. Andreas Kapelle

Eucharistiefeiern: Do., Sa. 18:30 Uhr | Do. wird in Verbindung mit der Abendmesse die Krankensalbung angeboten.

Vesper: Mi., Do., Sa., So. 18:00 Uhr

So. mit sakramentalem Segen

Beichtgelegenheit: Do. nach Eucharistiefeier

Zu den evangelischen Gottesdiensten wird jeweils besonders eingeladen.

Übertragung der Messen in den Fernsehkanälen 4 und 5.

Kontakt

Hans-Jürgen Kötemann
Pastor, katholischer Seelsorger
Telefon: 0521 589-73401
oder 0521 16398490

Schwester Maria Ildefonsa Vith
Ordensschwester
Telefon: 0521 589-73400

Schwester Maria Magdalena Lambin
Ordensschwester
Telefon: 0521 589-73402

Mark Niedieck
Pastor, evangelischer Seelsorger
Telefon: 0521 589-3410

Ethikkomitee

So erreichen Sie uns:

Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH Ethik-Komitee
Kiskerstraße 26
33615 Bielefeld
www.franziskus.de
www.mathilden-hospital.de
www.sankt-vinzenz.de

Vorsitzender: Dr. Peter Kettelhoit
Stellvertretender Vorsitzender: Hans-Jürgen Kötemann
ethik-komitee@kho-bielefeld.de

Weitere Informationen über das Ethik-Komitee und die Beratung finden Sie, wenn Sie auf die entsprechenden Links klicken. 

Ihr Vertrauen – unsere gemeinsame Verantwortung

Beratung - Unterstützung - Hilfe

Beratung - Unterstützung - Hilfe

Ausgehend vom christlichen Menschenbild stehen die Patientinnen und Patienten individuell im Mittelpunkt des Denkens und Handelns aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Krankenhausverbundes.

Immer wieder werden umfassende Entscheidungen bezüglich Diagnostik und Therapie von Ärzten, den Pflegenden, den Patienten sowie ihren Angehörigen und allen weiteren an der Behandlung Beteiligten abverlangt. Dazu tragen auch die wachsenden technisch-wissenschaftlichen Möglichkeiten der Medizin bei.

Nicht immer besteht Einigkeit über die ganzheitlich „richtige“ Vorgehensweise in der Einzelsituation. Nicht immer ist alles medizinisch Machbare sinnvoll oder wünschenswert.

Dies berührt den Bereich der klinischen Ethik. Sie beinhaltet die Auseinandersetzung mit den individuellen menschlichen Werten und Überzeugungen, der Fürsorge für den Patienten und dem Respekt vor seiner Selbstbestimmung. Ebenso soll dem Gerechtigkeitsgefühl des Patienten entsprochen, seine Würde geachtet und ihm kein Schaden zugefügt werden.

Bei unterschiedlichen Wertvorstellungen von einem guten und gelingenden Leben in den Grenzsituationen von Krankheit und Gesundheit, auch oft von Leben und Tod, bieten wir zur Hilfestellung die Ethische Fallbesprechung durch unser Klinisches Ethik-Komitee an.

Das Ethik-Komitee ist unabhängig in seinen Beratungen und Empfehlungen. Alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht

Was leistet ein Klinisches Ethik-Komitee?

Was leistet ein Klinisches Ethik-Komitee?

  • Ethische Fallbesprechungen
  • Diskussion und Erarbeitung von Leitlinien für häufig wiederkehrende ethische Fragen
  • Beratung in ethischen Grundsatzfragen
  • Informationen und Fort- und Weiterbildung zur Verbesserung der ethischen Kompetenz
Was ist eine Ethische Fallbesprechung?

Was ist eine Ethische Fallbesprechung?

Die Möglichkeiten der modernen Medizin werfen im klinischen Alltag zunehmend ethische Fragen auf. Im Vordergrund stehen dabei Entscheidungen darüber, welche Maßnahmen dem Willen der betroffenen Patientinnen und Patienten entsprechen. Häufige Bereiche sind Therapiebegrenzung am Lebensende und die Aufklärung und Einwilligung bei nicht entscheidungsfähigen Patienten. Für diese oder andere aus ethischer Sicht unklaren Situationen bietet das Ethikkomitee der Katholischen Hospitalvereinigung die klinische Ethikberatung an. Die Aufgabe der klinischen Ethikberatung ist es, in konkreten ethischen Konfliktfällen im klinischen Alltag die Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Was kann die Ethische Fallbesprechung nicht leisten?

Was kann die Ethische Fallbesprechung nicht leisten?

In einer Ethikberatung wird nicht die Qualität einer medizinischen oder pflegerischen Behandlung beurteilt. Die Verantwortung hierfür verbleibt bei den behandelnden Personen. Eine Ethikberatung dient nicht dazu Kommunikationsprobleme innerhalb eines Behandlungsteams zu lösen. Ebenso leistet sie keine Rechtsberatung und kann diese auch nicht ersetzen.

Wer kann eine Ethikberatung anfordern?

Wer kann eine Ethikberatung anfordern?

  • Patientinnen und Patienten
  • Angehörige
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Pflegende
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses
Wie ist der Ablauf einer Ethischen Fallbesprechung?

Wie ist der Ablauf einer Ethischen Fallbesprechung?

Eine häufig angewendete Form der Ethikberatung ist die moderierte ethische Fallbesprechung. An diesem Gespräch sollten alle Personen teilnehmen, die an der Behandlung und Pflege der Patientin oder des Patienten beteiligt sind. Auch der Patient selbst und Angehörige können an einer Ethikberatung teilnehmen. Ein unabhängiger Moderator übernimmt die Leitung der gemeinsamen Diskussion. Der Moderator wird unterstützt von einem Protokollanten und ggf. einem weiteren Mitglied des Ethik-Komitees. Der Moderator hilft bei der ethischen Reflexion und der Suche nach einer für alle Beteiligten nachvollziehbaren Entscheidung. In gemeinsamer Runde stellt sich jeder Teilnehmer kurz vor, es werden ein gemeinsamer Zeitrahmen festgelegt und Diskussionsregeln vorgestellt. Jetzt werden alle Fakten des konkreten Falles zusammengefasst. Gemeinsam entsteht die Formulierung der zentralen ethischen Frage, die in dem Beratungsgespräch geklärt werden soll. Alle Beteiligten müssen ihre Meinung und Positionen zu der konkreten Frage äußern. Nach ausführlicher Diskussion wird ein gemeinsames Ergebnis formuliert. Dies kann ein gemeinsam akzeptierter Lösungsweg sein, ein Kompromiss oder ein Zwischenstand. Hierüber wird zum Abschluss ein Protokoll erstellt, welches Bestandteil der Krankenakte wird. Alle Beteiligten werden über das Gespräch Stillschweigen bewahren.

Wer ist Mitglied im Klinischen Ethik-Komitee?

Wer ist Mitglied im Klinischen Ethik-Komitee?

Das Klinische Ethik-Komitee setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Berufgruppen, medizinisch, pflegerisch und seelsorgerisch. Verbunden sind alle durch Ihre große Erfahrung im Umgang mit Patientinnen und Patienten und durch Ihre zusätzliche Qualifikation im Umgang mit ethischen Konfliktfragen.

Von damals bis heute

Ein Blick zurück in die Geschichte - 150 Jahre Franziskus Hospital

Die Anfänge des Franziskus Hospitals, auch liebevoll "Klösterchen" genannt, reichen bis ins Jahr 1869 zurück. Damals engagierte sich Pfarrer Johann Plantholt in Bielefeld für die Errichtung eines katholischen Krankenhauses. Den Bischof von Paderborn konnte er schnell für sein Vorhaben gewinnen. Und mit dessen Fürsprache konnte er auch die Gründerin und Generaloberin der »Neuen Genossenschaft der Armen Schwestern vom Heiligen Franziskus in Aachen«, Franziska Schervier, überzeugen.

So bezogen am 7. April 1869 die ersten Schwestern in Bielefeld ihr kleines »Haus von Nazareth«. Doch schon bald reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus. Der Orden bat die Bevölkerung um Spenden für einen Neubau an der Stapenhorststraße – die Resonanz war überwältigend.

1870 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, am 19. November 1871 weihte der Bischof von Paderborn das neue Krankenhaus ein. Und das wurde gebraucht: Allein im Ersten Weltkrieg behandelten Ärzte und Schwestern 5.000 Verwundete. Auch während der schweren Influenza-Epidemie im Winter 1918/19 war das Franziskus Hospital vollständig mit Kranken belegt.

Bis 1919 wurden insgesamt 38.000 Kranke behandelt und 13.000 Operationen durchgeführt.

Die Jahre nach 1933 waren schwierig und leidvoll. Die Nationalsozialisten versuchten, Einfluss auf das Franziskus Hospital zu nehmen. Und am 26. Oktober 1944 legte eine Bombe große Teile des Hauses in Schutt und Asche. Trotzdem arbeitete man so gut es ging weiter – in den Räumen der von Bodelschwinghschen Anstalten, aber auch unter Lebensgefahr in den verschonten Gebäuden an der Stapenhorststraße.

Die Nachkriegsjahre führten zu einer wachsenden Beliebtheit des Franziskus Hospitals – und so hat sich unser Krankenhaus immer weiter entwickelt und ist kontinuierlich gewachsen. Heute machen auch die hohen Investitionen in die Medizintechnik des Hauses das Franziskus Hospital zu einem der leistungsfähigsten Krankenhäuser in Bielefeld und Umgebung.

Weitere lesenswerte Informationen zu 150 Jahre Franziskus Hospital erhalten Sie beim Historischen RückKlick Bielefeld.