Familienorientierte Pflege

Erweiterte Aufgabenbereiche für die Pflege

Die derzeitigen Veränderungen in unserer Gesellschaft, wie zum Beispiel demografischer Wandel, Zunahme an chronischen Krankheiten und Multimorbiditäten, fordern von den Pflegenden einen erweiterten Aufgabenbereich. Das bedeutet, dass die Pflege neben dem eigentlichen pflegerischen Mittelpunkt – dem Patienten – die Begleitung und Beratung von Angehörigen (Familie) als zusätzlichen Aufgabenbereich bekommt.

Die Familie nimmt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Krankheit, Behinderung und Pflegebedürftigkeit ein und darf von der Pflege daher nicht außer Acht gelassen werden. Hierbei müssen die individuellen Bedürfnisse der Familienmitglieder aller Altersstufen berücksichtigt werden. Dazu sind spezielle kommunikative Fähigkeiten, das Wissen und der Transfer von familienorientierten Pflegetheorien, die Organisation im Sinne von Case Management und das Nutzen von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen unabdingbar. Aber auch Tabuthemen innerhalb der Familie, wie zum Beispiel häusliche Gewalt und das Sterben eines Kindes, müssen Beachtung finden und die Formulierung von individuellen Lösungsansätzen gemeinsam mit der Familie angestrebt werden.

Diese Weiterbildung umfasst ca. 78 Unterrichtseinheiten und wird mit einem Leistungsnachweis abgeschlossen. Erfolgreiche Absolventen/-innen erhalten ein Zertifikat.

Zielgruppe
  • examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen

  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen

  • Altenpfleger/-in

  • Hebammen/Entbindungspfleger

  • Physiotherapeuten/-innen

Inhalte der Weiterbildung
  • Kennenlernen des Handlungsfeldes als Pflegefachperson im Setting "Familie und Gesundheit" mit Aufgaben, Rollenverständnis und dem erweiterten Arbeitsfeld

  • Gesundheitsförderung, Prävention und Beratung

  • Einblicke in die Strukturen heutiger Familien, Entwicklungen, Schwierigkeiten und Lebensweisen einzelner Familien

  • Professionelle Kommunikations- und Beratungsstrategien innerhalb der Familienstruktur

  • Umgang mit eigenen und Fremdbelastungen

  • Sterbebegleitung

  • Organisation und Koordination der praktischen Arbeit durch unterstützende Dienste

Ein schriftlicher Antrag ist Voraussetzung

Die Teilnahme an dem Weiterbildungskursus erfolgt auf schriftlichen Antrag. Ihrem Antrag fügen Sie bitte folgende Unterlagen bei:

  • einen tabellarischen Lebenslauf (optional mit Lichtbild)

  • Prüfungszeugnis über die staatliche Prüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits-, und Kinderkrankenpflege, Geburtshilfe/Hebammenwesen, Altenpflege oder Physiotherapie

  • eine Bescheinigung zum Führen der Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenschwester/-pfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenschwester/-pfleger, Hebamme/Entbindungshelfer, Altenpfleger/-in oder Physiotherapeut/-in

  • einen Nachweis über eine mindestens zweijährige Tätigkeit in der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Geburtshilfe/Hebammenwesen, Altenpflege oder Physiotherapie nach Erhalt der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung

Einzelne Termine der Weiterbildung werden pro Jahr neu festgelegt. Bitte erfragen Sie diese direkt bei Jens Albrecht.

Kontakt

Leiter des Bildungszentrum
Jens Albrecht
Telefon: 0521 589-3700
Fax: 0521 589-3704
jens.albrecht@franziskus.de